Christopher Street Day Berlin 2017

Die 39. Wiederkehr des CSD in Berlin nach 38 Jahren ist für mich eine willkommene Gelegenheit, mich an das erste Mal zu erinnern, an dessen Organisation ich im Sommer 1979 beteiligt war, und alle seine Teilnehmer, insbesondere diejenigen, die sich seitdem für immer von uns verabschiedet haben; viele davon als Opfer von Aids.Während im Fall meines Freundes und Weggefährten Andrea Pareik, der den ersten CSD damals als politische Demonstration angemeldet hat, ein 1982 erlittener Autounfall mit tödlichem Ausgang für seinen Verlust und Abschied für immer verantwortlich zu machen ist.

Darüber hinaus ist der CSD aber auch eine gute Gelegenheit an all diejenigen zu erinnern, die über die Jahrzehnte hin mit daran beteiligt waren und es immer noch sind, ihn zu dem zu machen, was er heute ist. Bezogen darauf, dass sich die Zahl von ca. 500 Teilnehmer_Innen am letzten Sonnabend im Juni 1979 vergleichsweise bescheiden ausnimmt. Viele, die seitdem aktiv an den jährlich wiederkehrenden CSDs beteiligt waren und den Stab seitdem weitergereicht und das Rad weiter gedreht haben, hätten sich zu ihrer jeweiligen Zeit kaum träumen lassen, dass sich die Teilnehmerzahl heute auf Hunderttausende beläuft.

Mit ausschlaggebend für den kontinuierlichen Aufschwung des CSD in Berlin – über die Jahrzehnte hin – dürfte neben dem Mauerfall am 9. November 1989 auch das zunehmende politischen Bewusstsein Schwuler gewesen sein, als Ergebnis des mit HIV verbundenen Aderlasses der Community. Was unter dem Eindruck der mit dem § 175 verbundenen Erfahrung Schwuler, in den Jahrzehnten zuvor, noch nicht derart stark ausgeprägt war. Weil die überwiegende Zahl von uns damals noch durch die Übernahme des § 175 ins Strafrecht der Bundesrepublik nach dem Krieg traumatisiert war und davon, dass das Dritte Reich bei seiner Kapitulation am 8. Mai 1945 für uns noch nicht zu Ende war.

Mit dem Ergebnis weiterer 65 000 betroffenen Opfern des Schandparagraphen, im Hinblick auf die es zu lange dauerte, ihnen Gerechtigkeit zuteil werden zu lassen, sie also zu rehabilitieren. Während sich ihre überwiegende Zahl inzwischen längst für immer verabschiedet hat. Als Opfer des sogenannten gesunden Volksempfindens, das damals davon ausging, es in der Homosexualität entweder mit einer Krankheit oder einem Verbrechen zu tun zu haben.

Obgleich selbst nicht unmittelbar davon betroffen, habe ich die Folgen davon gleichwohl am eigenen Leib erfahren. Sowohl im Umgang und Kontakt mit zahlreichen davon betroffenen Zeitgenossen, als auch im Fall eines engen Freundes, im Rahmen unseres gemeinsam geleisteten Wehrdiensts bei der Bundesmarine in Glückstadt a. d. Elbe und Eckernförde a. d. Ostsee. 1965/66. In dessen Rahmen zwei meiner Kameraden vom Wachhabenden ihrer Kompanie gemeinsam in der Koje überrascht und anschließend unehrenhaft entlassen worden waren. Mit der Folge, dass ihre Disziplinarakte der Staatsanwaltschaft ihres jeweiligen Heimatkaffs überstellt worden ist, zur Vorbereitung der Anklage wegen Verstoßes gegen den Strafrechtsparagraphen 175. Was einer von beiden, wie ich aus Heidelberg stammend, zum Anlass nahm, sich der für ihn und seine Familie damit verbundenen Schande durch einen an sich selbst vollzogenen Suizid zu entziehen. Und das nach erfolgreichem Abschluss einer mehrjährigen Tanzausbildung und  der Zusage der Städtischen Bühnen Heidelberg in der Tasche – zur Übernahme in ihre Tanzkompanie. Und das im Alter von Anfang zwanzig Jahren.

Nicht alle vom § 175 Betroffenen, haben derart stark darauf reagiert, was nicht rechtfertigt, dass Ihre Rehabilitation und Wiedergutmachung um Jahrzehnte zu spät erfolgt. Um so mehr handelt es sich darum, das mittlerweile Erreichte nicht nur zu bewahren, sondern im Hinblick auf unruhige politische Zeiten zu vermeiden, es infrage gestellt zu erfahren. Weil zur Zeit nichts sicher ist und es darum nicht genügt, uns auf unseren Lorbeeren auszuruhen. Weshalb es sich für uns alle vor allem darum handelt, uns nicht mit der Erinnerung an die Aufbruchstimmung der 1970iger Jahr zu begnügen und auf dem seitdem erreichten gesellschaftlichen Fortschritt auszuruhen, sondern  im Jahr der Bundestagswahlen aktiv dazu beizutragen, uns die Früchte davon durch niemanden streitig machen zu lassen, der meint, dass Lesben und Schwule mit den ihnen gewährten Zugeständnissen zufrieden sein sollten. Andernfalls in Gefahr, dem Verdacht Vorschub leistend, den Hals offenbar nicht vollzukriegen. Davon ausgehend, bislang weder die volle Gleichstellung, noch die uneingeschränkte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erreicht zu haben.

Schon in der Phase nach der 1969 vom Bundestag beschlossenen Reform des § 175 waren viele davon überzeugt, unserer Ausgrenzung und Diskriminierung damit ein Ende bereitet zu haben. Obwohl der § 175 weiterhin bestand, als Ausdruck unserer Ungleichheit und Kriminalisierung. Wovon auch Teile der 1982 in Gründung begriffenen Alternativen Liste Berlin (Vorläuferin der Partei der Grünen) in Gestalt früherer Teilnehmer der K-Gruppen-Bewegung überzeugt waren. Anklingen lassend, Schwulen und Lesben schon in ausreichendem Maß entgegengekommen zu sein, nach dem Motto: Reicht man ihnen einen Finger, verlangt es sie gleich nach der ganzen Hand. Trotz solchen Widerstands dagegen ist es uns als Gruppe Schwuler in der AL gelungen unsere Forderungen in der gemeinsamen Plattform zu verankern. Mit dem Ergebnis, dass es sich unser Sprecher Klaus Lucas (auch bekannt als „Senatorin“) gefallen lassen musste, dass sein Redebeitrag bei der Gründungsversammlung  in der Neuen Welt in der Hasenheide als solcher des Sprechers der Gruppe S c h u l e (statt Schwule) angekündigt wurde, was dem Versammlungsleiter am Mikrofon offenbar nur schwer über die Lippen wollte. Um damit zu einigem Gelächter im Saal beizutragen.

Auch im Fall von Klaus Lucas müssen wir davon ausgehen, dass sich an seinen Einsatz heute keiner mehr erinnert. Abgesehen von persönlichen Freunden vielleicht, mit denen er damals gemeinsam unterwegs war. Mir gegenwärtig, als jemand, dem ich viel verdanke, angesichts des von ihm  bewiesenen Muts, sowie Humors und Frechheit und herausfordernden Stolzes und Selbstbewusstseins, was nicht nur ich damals in ihm   verkörpert sah.

Anders als die Kanzlerin unserer Republik widerstrebt es mir, mich vom Bauchgefühl leiten zu lassen. Wie es bei ihr überwiegend der Fall ist. Wenn es sich darum handelt, uns das Recht auf volle Gleichstellung vorzuenthalten. Auch ich plädiere für die volle Gleichstellung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe, als solcher für alle. Solange sie als Institution besteht, muss sie auch queeren Menschen uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Auch wenn ich selbst nicht daran denke, davon Gebrauch zu machen. In der Abwehr dieses Anspruchs handelt es sich in Wahrheit bloß um die Hinhaltetaktik derjenigen, die sich davor fürchten, damit eine Schleuse zu öffnen, wie es der saarländischen Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer (CDU) unterlaufen ist, die mit der Nachricht einer Ehe zu dritt, wie jüngst im lateinamerikanischen Raum, wohl ihre schlimmsten Alpträume verwirklicht sieht.

„Mach dein Schwulsein öffentlich!“ und „Lesben erhebt euch und die Welt erlebt euch!“ waren 1979 zentrale Forderungen des ersten CSD (neben der ersatzlosen Streichung des § 175). Als Ausdruck des Willens, damit zu Sichtbarmachung unserer geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung als Lesben und Schwule beizutragen. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem wir nicht länger ausschließlich unter roten Fahnen, wie in den Jahren zuvor, sondern tanzend unterwegs waren. Als Ergebnis unseres mittlerweile gewachsenen Stolzes und Selbstbewusstseins, dank positiven Rollen-Vorbilds, beispielsweise in Gestalt Rosa von Praunheims. Am Abend des 30. Juni 1979 damit zufrieden, dass es uns als Organisatoren des ersten Berliner CSD gelungen ist, alle daran Beteiligten zwar nicht unter einen Hut aber auf die Straße zu kriegen. Im Rahmen des zehnten Jahrestages des Aufstands von Tunten und Lesben im Stonewall Inn in der Christopher Street in Greenwich Village hatten wir nicht die geringsten Schwierigkeiten damit, uns unmittelbar darauf zu beziehen und für den Namen CSD zu entscheiden. In der Absicht, die Zeit unserer Sprachlosigkeit damit zu beenden, weil wir annähernd zehn Jahre lang, überwiegend mit uns selbst und unseren West-Berliner Querelen beschäftigt waren. Im Rahmen von HAW, SchwuZ, AHA oder LAZ. (Tuntenstreit, Rosa Winkel als  Erkennungszeichen und Abschied von der Theorie von der Unterdrückung Schwuler als Nebenwiderspruch im Klassenkampf). Auch schwule Lehrer waren inzwischen nicht länger darauf angewiesen, ihre schwule Identität mittels kukluxklanartiger Kopfbedeckungen zu kaschieren.

Keiner von uns hätte damals davon zu träumen gewagt, uns 38 Jahr später an eine Zeit zu erinnern, in der alles noch überschaubar war. Damals bedurfte es der Initiative weniger, um eine solche Veranstaltung zu stemmen, ohne deren Einsatzbereitschaft sich dergleichen kaum hätte verwirklichen lassen. Einer unserer Albträume bestand damals wohl darin, dies auf den Plenen von SchwuZ, AHA und Lesbischem Aktionszentrum (LAZ) zerreden zu lassen. Darum waren wir entschlossen, die Sache selber in die Hand zu nehmen und uns durch niemanden darin beeirren zu lassen. Während wir uns inzwischen gefallen, uns überwiegend auf andere verlassen. Parteien, Gewerkschaften oder andere gesellschaftliche Einrichtungen und Gruppen. Organisationen wie die Berliner Aidshilfe, Mann-O-Meter, Schwulenberatung usw. sind aber ein gutes Beispiel dafür, was Schwule zu leisten in der Lage sind, wenn sie sich auf ihre eigene Kraft besinnen. Beides muss sich aber nicht gegenseitig ausschließen.

Während sich am CSD e. V. mit schöner Regelmäßigkeit immer wieder die Geister scheiden. Gipfelnd in unvermeidlichem Krach darum, wie 2014, also vor drei Jahren, und im Vorwurf seiner Unüberschaubarkeit, Politikferne und Kommerzialität. Was manchem damals als Anlass dazu diente und Vorwand, Druck auszuüben, um den CSD e.V. unter Kontrolle zu bringen. Die damit verbundene (oft parteipolitisch gefärbte) Absicht war zwar nicht von kommerziellen Interessen bestimmt aber auch nicht ganz lauter. Mit meinem Aufruf auf einer Veranstaltung der Siegessäule im SchwuZ, den CSD zu unserem CSD zu machen und ihn nicht denen zu überlassen, die nur kommerzielle Interessen damit verbinden, habe ich viel Beifall gefunden, im Bewusstsein dessen, dass dies nur eine Seite beschreibt. Ohne den Aspekt politisch motivierter Interessen zu berücksichtigen oder die Folgen des mit der Organisation des CSD verbundenen Stress. Beides, der Versuch poltitischer Einflussnahme und der damit verbundene Stress haben im Fall eines Mitglieds des Vorstands des CSD e.V. damals dazu beigetragen, ihn zum Rückzug daraus zu veranlassen, was ich persönlich sehr bedauert habe (dessen Vorname zufälligerweise mit dem des damaligen Vorsitzenden des CSD e.V. Robert Kastl identisch ist). Auch Robert Thewessen ist nur ein Beispiel für viele andere, die über die Jahre hin auf der Strecke blieben, nachdem sie sich mit viel Elan, Einsatzbereitschaft, Mut und unter Zurückstellung der eigenen persönlichen Interessen in eine Sache einbrachten. Auch ihn will ich ausdrücklich in meinen Versuch der Erinnerung an sie einbeziehen.

Aus Anlass des 30. CSD habe ich 2008 den Versuch unternommen, im Forum des CSD e.V. auf die nicht immer in jedem Fall rosige Situation Schwuler im Alter aufmerksam zu machen und habe mich für die Notwendigkeit eines Generationendialogs als Motto des CSD stark gemacht. Und musste mir von anderen Teilnehmern einen völlig anderen (weil praxisbezogenen) Politik-Ansatz bescheinigen lassen. Die überwiegende Mehrheit hat sich damals für die Forderung nach Erweiterung des GG Artikels 3 um die jeweilige sexuelle Orientierung entschieden. Wogegen nichts einzuwenden ist, auch wenn ihre Verwirklichung immer noch auf sich warten lässt. Im Rahmen unseres Kampfs und Widerstands gegen Rassismus, Homophobie und des Einsatzes für die notwendige Aids-Prävention sollten wir künftig zunehmend auch Altersdiskriminierung und Jugendwahn mit einbeziehen und nicht aus dem Blick verlieren.

Immerhin ist es einem Zusammenschluss von Mann-O-Meter, der Grupp „Rostfrei“ von „Vorspiel“ und dem Gesprächskreis „Anders Altern“ der Schwulenberatung Berlin gelungen, seit 2014 eine Fahrrad-Rikschagruppe auf dem CSD zu etablieren, um auch Schwule jenseits der Altersgrenze davon zu überzeugen, es im Berliner CSD mit ihrem CSD zu tun haben und Spaß daran zu finden, während sie in den Jahren zuvor in den Chor derjenigen einstimmten, die davon ausgingen, einfach nur laut, unüberschaubar und kommerziell zu sein. Während sie sich inzwischen das Motto zu eigen machten: „Mit 50+ ist noch lange nicht Schluss!“

Auch Lesben waren in der Vergangenheit vielfach davon überzeugt, auf dem CSD nichts verloren zu haben. Reine Männersache. Was sich  inzwischen jedoch verändert hat. Im Rahmen der vom CSD e.V. vorgebenen Möglichkeit der Teilnahme von Parteien, Gruppen, Organisationen oder Fußgruppen, die sich alle überwiegend an ihren eigenen  Interessen orientieren. Vielleicht hat auch die 2012 vollzogene Eröffnung des „Lebensort Vielfalt“ einem Projekt der Schwulenberatung Berlin dazu beigetragen, die Idee und das Thema, in ihm über einen Ort zu verfügen, der die gesamte Vielfalt der queeren Community verkörpert und alle einbezieht und niemanden ausschließt, nach vorn zu bringen und das Bewusstsein von der Notwendigkeit dessen zu fördern. Auch RuT aus Neukölln hat sich seitdem einen solchen Ort auf die Fahnen geschrieben, als alternatives Wohnprojekt für unterschiedliche Generationen und Ort der Kommunikation, Beratung und Begegnung. Im Unterschied zum offenen und niemanden ausgrenzenden Konzept des Lebensort Vielfalt besteht das von RuT jedoch darin, ausschließlich Frauen einen Schutzraum zu bieten.

Mich, sorry, an die 1970iger Jahre erinnernd, also an eine Zeit in der das SchwuZ und LAZ in der Kulmerstraße 20a unter einem Dach untergebracht war, ohne über mehr als bloß diplomatische Verbindungen  zueinander zu verfügen.  Immerhin gibt es inzwischen „BALSAM“ den „Berliner Arbeitskreis lesbische und schwule alte Menschen“, in dem sowohl schwule, als auch lesbische Projekte, einschließlich des bislang noch unerwähnten Sonntagsclub miteinander vernetzt sind. Ich persönlich würde mir wünschen, positiv auf die Zusammenarbeit von Lesben und Schwulen auszustrahlen –  nicht zuletzt auch im Rahmen des CSD. Weil Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Weltanschauung in der queeren Community ebensowenig eine Rolle spielen sollten,  wie im Rahmen des „Lebensort Vielfalt“ – als meinem Altersruhesitz seit fünf Jahren. Anfangs noch mit dem Verdacht eines selbstgewählten Gettos von in die Jahre gekommenen Schwulen konfrontiert. Was sich seitdem nicht bestätigt hat. Dank inzwischen verwirklichten Anspruchs, die gesamte Vielfalt der Community zu repräsentieren, auch wenn es an der einen oder anderen Ecke manchmal noch hakt. Beispielsweise im Umgang von Männern und Frauen, Älteren und Jüngeren. Trotzdem gehören Lesben im LOV ebenso zu seinem Erscheinungsbild wie schwule,  bisexuelle oder transidente Menschen. Die alle dort willkommen sind. Was ich mir auch von einer Einrichtung wie dem CSD wünsche und auch dessen Zielen und Absichten entspricht.

Aus aktuellem Anlass und anlässlich der 39, Wiederkehr des CSD in Berlin nach 38 Jahren ist festzustellen, dass dieser in diesem und in allen künftigen Jahren zeitlich versetzt immer Ende Juli, in diesem Jahr also am Sonnabend, den 22. Juli stattfinden wird.

Zufälligerweise annähernd zeitgleich zum Bundestagsbeschluss zur Rehabilitation und Wiedergutmachung der Opfer des § 175. Leider hat es die SPD nicht geschafft, sich dem Ansinnen ihres Koalitionspartner CDU/CSU zu verschließen, die Entscheidung mit einer neuen Ungerechtigkeit zu verbinden. Was über einen erpresserisch anmutenden Anstrich und Charakter verfügt. Nach dem Motto: Entweder ihr schluckt die Kröte der Fortschreibung der Ungleichheit, bezogen auf die Schutzaltersgrenze, oder wir lassen das Projekt scheitern. Obwohl ich mir von der SPD gewünscht haben würde, dem zu widerstehen, hat sich die Partei anders entschieden und wird es schwer haben, dies zu begründen und wohl auch die Quittung dafür erhalten. Wobei die Ungerechtigkeit im Hinblick auf die Bundestagswahlen nicht zuletzt darin bestehen wird, dass die eigentlich für die Festschreibung des Systemes jahrzehntelanger Ausgrenzung und Kriminalisierung Schwuler Verantwortlichen unbeschadet daraus hervorgehen werden. Solange die Linke sich nicht einig ist, das System gesellschaftlicher Ungleichheit und Ungerechtigkeit zu beseitigen, um alle davon Betroffenen, einschließlich LSBTI, endlich daraus zu entlassen.

P.S.: Das Foto ist eine Aufnahme vom CSD in New York 1970 und widerspricht, dem gelegentlichen Hinweis darauf, dass der erste Gaypride dort erst 1974 stattgefunden hat.

 

 

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